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Bye bye Herbstblues: Sardinien im Oktober

Bye bye Herbstblues: Sardinien im Oktober

La Dolce Vita, Karibik-Feeling und ein Besuch auf dem Mond: Anfang Oktober verbrachte ich zusammen mit drei Freundinnen eine wundervolle, spätsommerliche Woche auf Sardinien. Hier berichte ich Euch von meinen Highlights.

Ich bin ein großer Italien-Fan und Sardinien stand schon lange auf meiner Bucket List - und als ich vor einigen Monaten zufällig über sehr günstige Flüge gestolpert bin, haben wir nicht lange gefackelt und unseren Mädelstrip gebucht.

Reiseplan:
Ankunft in Alghero - 7 Tage in Porto Pozzo - Ausflüge mit dem Mietwagen - Rückflug von Alghero

Wir ließen also das regnerische München hinter uns - und reisten der Sonne hinterher: Nach einem ca. eineinhalbstündigen Flug sind wir in Alghero gelandet, haben unseren Mietwagen (btw: wir hatten einen Fiat 500L - platztechnisch die perfekte Wahl für vier Mädels mit  Handgepäck und einem großen Koffer) geholt und sind direkt nach Porto Pozzo im Norden der Insel über Sassari weitergefahren. Nach einer etwa zweistündigen sehr kurvenreichen Fahrt inkl. kurzem Pizza-Stop-Over zu Stärkung erreichten wir schließlich unser Ferienwohnung in Porto Pozzo. Das Apartment hatten wir über Airbnb gemietet - ein echter Glücksgriff mit schönem Pool und toller Terrasse mit Meerblick, auf der wir jeden Morgen ausgiebig gefrühstückt haben.

Blick von unserer Terrasse über Porto Pozzo

Blick von unserer Terrasse über Porto Pozzo

Sardinien im Oktober: Entpannung pur

Porto Pozzo ist ein kleines Dorf im Norden von Sardinien. Hier gibt es einige Restaurants, einen Supermarkt und eine sehr leckere Eisdiele. Da wir in der Nebensaison Urlaub gemacht haben, hatten wir uns schon darauf gefreut, dass es auf der Insel etwas ruhiger zugeht. Und Überraschung: Es war nicht nur ruhig, es wirkte zeitweise sogar fast wie ausgestorben.  Wer also Entspannung pur sucht, für den ist Sardinien im Oktober der Place-to-be! Und wir hatten auch echt Glück mit dem Wetter: Die Temperaturen lagen  immer so zwischen 22 und 25 Grad, in der Sonne war es gefühlt sogar noch etwas wärmer. Auch Abends saßen wir fast immer noch draussen, doch da musste man sich allerdings schon einen dicken Pullover überziehen.

Wer sucht, der findet: Die schönsten Strände der Costa Smeralda

Natürlich hatten wir schon von den karibikgleichen Stränden von Sardinien gehört und freuten uns umso mehr darauf, die versteckte Buchten zu erkunden. Da wir am nicht zu weit fahren wollten, entschieden wir uns für den nahegelegenen Spiaggia La Licciola. Fazit: ein schöner Strand mit eher grobkörnigem Sand und mit den für die Region typischen Felsformationen. Doch Karibik-Feeling kam hier noch nicht wirklich auf. Eigentlich wollten wir dann weiter zum Spiaggia di Cala di Trana Palau, doch aufgrund einer Straßensperrung mussten wir umkehren. So verbrachten wir den zweiten Teil unseres Beach Days am langgezogenen, goldgelben Strand von Porto Pollo, der vor allem bei Windsurfern und Kitern beliebt ist (die coole-Beachboy-Dichte ist hier dementsprechend hoch). 

Strand im Norden Sardiniens: Spiaggia La Licciola

Strand im Norden Sardiniens: Spiaggia La Licciola

Nachdem wir nochmals unseren Strandführer konsultiert hatten, war schnell klar: Wir müssen etwas weiter fahren, um die Traumstrände zu finden. Mit Eros Ramazotti im Ohr, düsten wir also durch sattgrüne Landschaft Richtung Costa Smeralda, im Osten der Insel. Unser erster Stop: Der Spiaggia del Principe. Für 2,50 Euro/Std. parkten wir hier auf einem großen Parkplatz, ein Trampelpfadführte von dort direkt zu der kleinen Bucht. Schon aus der Ferne konnte man hier das türkis-blaue Meer glitzern sehen. Hier hielten Puderzuckersand und kristallklares Wasser also versteckt. Ein echtes Paradies! Und wieder waren wieder einmal sehr happy, dass wir nicht in der Hauptsaison nach Sardinien gereist sind - denn dieser paradiesische Strand ist inmitten von Menschenmassen sicher auch nur halb so schön.

Wer es etwas exklusiver mag, der sollte dagegen unbedingt einen Tag am Spiaggia del Grande Pevero verbringen, der inmitten eines prächtigen Villen-Viertels liegt. Hier gibt es auch ein schönes Restaurant mit Blick auf die langgezogene, feinsandige Bucht. Umgeben von einer wunderschönen Bergkulisse strahlt auch hier das Wasser in allen Blautönen. Pluspunkt: Etwas abseits vom Hauptstrand gibt es einige kleine, versteckte Strandabschnitte, in die man sich zurückziehen kann. Nach unserem Beachtag haben wir noch einen Abstecher nach Port Cervo gemacht. Der Ort selbst sowie der kleine Hafen dort sind allerdings nicht besonders schön und nicht unbedingt einen Besuch wert. Da meisten Restaurants dort auch schon geschlossen hatten, fuhren wir weiter nach Arzachena und entdeckten dort ein super leckeres und günstiges Ristorante: Das La Terrazza (http://www.laterrazzaristorantepizzeria.it/) - die handgemachten Linguine mit Muscheln sind ein Traum!

Spiaggia del Grande Grande Pevero

Spiaggia del Grande Grande Pevero

Willkommen auf dem Mond: Wandern im Valle della Luna

Doch nicht nur Strand-Fans kommen im Norden Sardinien ihre Kosten: Die Landschaft ist hier teilweise sehr rough und felsig und hat ihren ganz eigenen Charme, weshalb man diese unbedingt währen einer kleinen Wanderung erkunden sollte. Ein absolutes Must-See ist das Valle della Luna, ein Tal das durch seine faszinierende, mondähnliche Landschaftbesticht. Nicht, dass ich schon mal auf dem Mond war - aber so stelle ich es mir da in etwa vor. Wer ein bisschen klettert, wird hier mit spektakulären Ausblicken auf das Meer, die Gesteinsformationen und steilen Klippen belohnt. Der Wind peitschte zudem die Wellen meterhoch, was dem Ganzen einen noch dramatischeren Touch verlieh. Fun Fact: Das Tal war in den 1970-er Jahren als Tal der Hippies bekannt, ein paar Aussteiger sollen hier auch heute noch leben.  Uns ist allerdings keiner über den Weg gelaufen ...

Ein weiteres Highlight: Von Sardinien mit der Fähre nach Korsika übersetzen. Einen ausführlichen Bericht über unseren Tagestrip nach Bonifacio findet Ihr hier.

Der krönende Abschluss: Ein Tag in Alghero

Da unser Flieger zurück in die Heimat erst abends startete, beschlossen wir noch einen Tag in Alghero zu verbringen. Gute Entscheidung! Alghero ist ein charmantes kleines Städtchen mit einer wirklich schönen Altstadt. Man kann hier stundenlang durch die kleinen Gässchen wandeln oder entlang der pastellfarbene Häuser die Uferpromenade entlangschlendern. Dolce far niente - so muss Urlaub sein! Bei einer Riesenportion Gelato mit Sahne genossen wir hier noch unsere letzten Stunden in Bella Italia. Und dann hieß es leider: Ciao Sardegna!

 


 

 

 

 

 

 

 

Von Sardinien nach Korsika: Ein Tag in Bonifacio

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